Juli 17, 2005

In Liebe für Ralf Behrmann


Der 68er Claus

Lieber Ralf,

also, ich finde das echt ganz toll, dass wir unsere Webseiten jetzt endlich gegenseitig verlinkt haben. Dein Link vom 17.06.2005 hat mir in den letzten 30 Tagen schon 12 Besucher gebracht. Und ich hoffe, dass dir mein neuer Rücklink viele viele neue Interessenten bringt.

Damit unsere Beziehung etwas persönlicher wird, zeige ich dir hier ein paar Fotos von mir. Das Bild oben lichtet mich 1968 zu einer Zeit ab, als Joschka Fischer Eimer, Förmchen und Sieb schon längst durch Lederjacke und Pflastersteine ausgetauscht hat. Nachdem die Schweiz im Februar 1971 das aktive und passive Wahlrecht für Frauen auf Bundesebene einführte, schrieb ich 1973 meine erste Abhandlung über Handschuhe:

Auf so schöne Handschuhe passe ich schon gut auf...

Und auf dem nächsten Foto kannst du mich sehen, als ich in Sachen Esoterik und Scharlatanerie bereits auf die schiefe Bahn geraten bin. Um der Bedeutung dieses Blogeintrags gerecht zu werden, habe ich extra ein etwas förmliches Bild mit Anzug und Krawatte für dich ausgesucht. Im Hintergrund plätschert übrigens der Rhein an der Fähre Düsseldorf Kaiserswerth entlang. Dein Freund Klaus Keck hat richtig erkannt, dass die vielen in den Oberrhein fallenden Tollkirschen einen tollen Effekt haben: Spätestens unterhalb von Dormagen gibt es im Rhein Belladonna D100 gratis, sollte es einmal mit der Verdauung nicht so recht funktionieren.

Im Hintergrund fließt Belladonna D100

Wenn ich es mir so recht überlege, dann musst du ein ziemlich glücklicher Mensch sein. Tagsüber bist du in Kontakt mit vielen Kindern, eine Bereicherung für die Seele. Und zwischen 23 und 4 Uhr gehst du deinem Hobby - der Scharlatan-Jagd - nach. Das bringt dich in Kontakt mit interessanten Gleichgesinnten von erwähntem Klaus Keck über diverse GWUP-Mitglieder bis hin zu Martin.

Vielleicht werde ich in meinem nächsten Leben auch Scharlatan-Jäger. Garantieren kann ich dir das allerdings nicht. Ich arbeite nämlich auf Hochtouren daran, meinen Inkarnations-Zyklus endlich abzuschließen.

Ralf, halt die Ohren steif!

In Liebe

Dein Claus


P.S. Hier noch ein Link, der dir gefallen wird: TransKommunikation

17 Kommentare:

m33s hat gesagt…

Vielen Dank für diese Seite! Vermutlich der einzig Richtige Umgang mit dem selbsternannten Scharlatan-Jäger

Anonym hat gesagt…

Herzerfrischend!!!!
Hat mich fast ein bisschen mit unserem lieben Ralf versöhnt.
Viel viel Liebe ist genau das Richtige, was er so dringend braucht. Ein Mensch der so viele Widerstände in sich trägt, sollte durch wahre, nachsichtige Liebe zu seinem ganzen großartigen Potenzial geführt werden. Ralf Behrmann könnte der nächste Bhagvan werden, wenn er nur ein bisschen an seiner Kleidung feilt und sich liebevoll über alle Widerstände hinweg zur Erleuchtung führen lässt.
In Liebe für Ralf Bhagvan

Anonym hat gesagt…

So ein Quatsch.
Natürlich kann man über Behrmanns Internet-'Diskussions'stil (man wird ohne Vorwarnung rausgeschmissen, wenn man was postet, was nicht in seinen Kram passt) nicht viel Gutes sagen.
Es wird aber auch gesagt, daß er in seiner Praxis (bin da mal vorbeigekommen und habe eine Familie mit Kopftuchfrau aus der Haustür kommen sehen :-) ) ganz anders drauf ist.
In medizinischen Dingen (nicht aber in dem, was er sonst so postet (Islam, 'Ärztehasser' etc.) ist er sowieso wohl ziemlich top.
Seine Aufklärungsarbeit ist jedenfalls sehr sinnvoll und hilfreich.

Anonym hat gesagt…

Nachtrag:
Sein Forum ist sicher kein wirkliches Diskussionsforum, sondern dient eher der didaktischen Aufbereitung seiner Beiträge. Ausserdem kann man da Fragen stellen. Sicher sinnvoll, zumal Foren auch bei den Suchmaschinen weit vorne stehen.

Claus Fritzsche hat gesagt…

Ja, ja, so ist das im Leben. 100 Menschen sehen den gleichen Sachverhalt aus 100 verschiedenen Perspektiven.

Was die fachliche Qualität der Beiträge von Ralf Behrmann angeht, so vermute ich hier eine Parallele zum obersten "Heiler-Tester" der Nation: Prof. Martin Lambeck.

Mehr dazu unter:
Harter Test für sanfte Heiler
Pseudowissenschaft in ZEITWissen

http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup051.html

Claus

Anonym hat gesagt…

Na ja, Behrmann ist schon hochgradig originell. Ich denke nicht, dass es da echte Parallelen gibt. Die 'Alternativmedizin' ist halt ein Riesengeschäft gerade in Deutschland und es ist klar, das er sich da nicht nur Freunde macht.

Aus der rein psychologischen Perspektive mögen Sie recht haben, dass man Behrmanns Verhalten verschieden sehen kann. Aber ich glaube, Sie übersehen etwas, daß es sich hier (bei der 'Scharlatan-Jagd') nicht nur um ein spaßiges Hobby handelt, sondern manchmal um die Auseinandersetzung mit de facto-Betrug in einem lebenswichtigen Bereich wie der Medizin. Es gibt da echte Todesopfer (gerade kürzlich diese Yvonne Wussow).

Claus Fritzsche hat gesagt…

Also, ob Herr Behrmann orignell IST, das kann ich nicht sagen. Er WIRKT zumindest orignell.

Das Problem mit selbsternannten Bürgerpolizisten besteht aus meiner Sicht darin, dass sie im Gegensatz zu staatlichen Kontrollstellen niemandem Rechenschaft über ihre Kompetenz, Vorgehensweise und Urteilskriterien abgeben.

Für eine demokratisch und gesetzlich legitimierte Kontrolle sorgen bei uns gewöhnlich staatliche Stellen und Medien. Beide Gruppen müssen Spielregeln und Gesetze einhalten.

Genau dies macht Ralf Behrmann nicht, wenn er im Schutze der Anonymität in unzähligen Internetforen oder durch anonyme E-Mails Personen angreift, ohne über seine Auswahlkriterien Rechenschaft abzulegen und ohne den betroffenen Personen die Möglichkeit zu geben, sich im Falle eines Fehlurteils von Ralf Behrmann (ist ja auch nur ein Mensch...) zu wehren.

Claus

Labude hat gesagt…

Das Problem mit Herrn Behrmann ist, dass er selbst ein Scharlartan ist. Die Dikussionen mit seinem alter ego 40_Fieber lassen jegliche sachliche Kompetenz vermissen. Als übliche Reaktion auf ein Argument, das er nicht wiederlegen kann, folgt der Rausschmiss aus dem Forum (und die vollständige oder teilweise Löschung des Beitrags).

Nun was erwartet man von einer gespaltenen Persönlichkeit, deren bessere Hälfte unter fiebrigen Wahnvorstellungen leidet...

Wenn Sie Spaß an unfreiwilliger Komik oder schlechter Polemik haben, kann ich Ihnen die Seite nur empfehlen. Nur bitte, nehmen Sie ihn nicht ernst - denn das will er gar nicht.

NoDoc hat gesagt…

Anonym schrieb:
Sie übersehen etwas, daß es sich hier (bei der 'Scharlatan-Jagd') nicht nur um ein spaßiges Hobby handelt, sondern manchmal um die Auseinandersetzung mit de facto-Betrug in einem lebenswichtigen Bereich wie der Medizin. Es gibt da echte Todesopfer (gerade kürzlich diese Yvonne Wussow).

Da es um Scharlatan-Jagd geht, plädiere ich dafür, gleich bei der größten Scharlatan-Gemeinschaft anzusetzen:

Jedes Jahr sterben in den internistischen Abteilungen deutscher Kliniken Patienten, weil sie falsche Medikamente oder eine falsche Dosierung bekommen - typische Medikationsfehler, die in der Hälfte aller Fälle vermeidbar wären: Da werden Arzneimittel verwechselt oder falsch aufgeschrieben; Medikamente fehlerhaft dosiert oder gar nicht erst verabreicht. Und bei Injektionen bilden die verschiedenen Substanzen, nacheinander gespritzt, in ihrer Kombination sogar einen unverträglichen Cocktail. Das haben wissenschaftliche Studien von namhaften Hochschulen in den vergangenen Jahren bewiesen.

Rund 58.000 Menschen sind es, die auf diese Weise Jahr für Jahr allein in deutschen Krankenhäusern ums Leben kommen - weit mehr als durch Verkehrsunfall, Selbstmord oder Verbrechen. Ärzte bestätigen, dass ein beträchtlicher Teil dieser Todesfälle vermeidbar wäre.
(Lesen Sie dazu Medical Tribune Deutschland:
http://www.cepco.de/news/medical_tribune_58000_todesfaelle_durch_falsche_therapie.pdf)

Claus Fritzsche hat gesagt…

Sehe ich einmal davon ab, dass es sich bei den vermeintlichen "58.000 Toten" in internistischen Abteilungen hiesiger Kliniken um eine statistische Hochrechnung - d.h. eine Schätzung auf der Grundlage bestimmter Annahmen, über die im MT-Artikel wenig ausgesagt wird - handelt, so ist der Hinweis vielleicht ganz interessant.

Geht es doch um die Frage der Verhältnismäßigkeit und werden Herr Behrmann ... ebenso wie seine Gesinnungsgenossen aus dem Umfeld des Vereins GWUP e.V. ... vermutlich große Probleme haben, auch nur einen Promille-Anteil dieser Zahl als Folge von alternativmedizinischer Fehlbehandlung nachzuweisen.

Vielleicht ist das Beispiel jedoch deshalb NICHT SINNVOLL, weil es sich hier um eine Reibungsfläche mit starken irrationalen, emotionalen und religiösen Elementen handelt. Siehe: Das Skeptiker-Syndrom von Edgar Wunder

http://www.psychophysik.com/html/re-061-skeptizismus.html

Ich persönlich plädiere daher für "schuldunfähig" und - trotz schillernder Fassade - im Kern liebenswert.

Etwas mehr Gelassenheit, augenzwinkernder Humor und Distanz zum Thema wäre doch nicht schlecht, oder?

Anonym hat gesagt…

"Etwas mehr Gelassenheit, augenzwinkernder Humor und Distanz zum Thema wäre doch nicht schlecht, oder?"

Finde ich auch!
Das gilt für jegliches Massenverbrechen und andere Un(ge)schicklichkeiten.
Wenn man schon hin schaut (Augenzwinkern), dann sollte man wenigstens auch ein Witzchen (Humor) darüber machen und es ansonsten schnell wieder vergessen (Distanz).
Genau so verbessert man sich (und damit die Welt)!

Karl hat gesagt…

Es war zu allen Zeiten so, nur alternative Ansätze haben die Menschheit voran gebracht. Gäbe es die nicht, säßen wir heute noch in Höhlen und dächten, die Erde wäre eine Scheibe.

Wenn alternative Heilung "nur" Placebo wäre (was ja nicht stimmt), dann wäre sie immer noch besser als vieles (nicht alles) aus der Schulmedizin, z.B. keine unerwünschten Nebenwirkungen. Der Placebo-Effekt ist übrigens ein Beweis FÜR die Richtigkeit alternativen Denkens, sonst gäbe es ihn gar nicht. Seltsam, wenn die Schulmedizin glaubt zu wissen, was Placebo-Effekt ist: warum nutzt sie diesen nicht besser und untersucht diesen auch? Ach, das geht wohl nicht, wäre Esoterik!?

Was mich persönlich angeht, so habe ich seit 10 Jahren kein schulmedizinisches Medikament mehr gebraucht (nachdem ich vorher z.T. schon bedenkliche Medikamente erhielt) - und mit geht es wesentlich besser.

Gut, dass wir (noch?) in Freiheit leben und die Reichweite solcher Betonköpfe wie Dr.Behrmann begrenzt ist.

Anonym hat gesagt…

Also ich muss doch auch sehr schmunzeln, wenn ich das hier lese.
Bin selbst gerade mit Herrn Dr. Behrmann "zusammengestoßen" und nehme aus dieser Begegnung nichts erfreuliches mit.
Ich bin der Meinung, selbst wenn an den Inhalten seiner Threads was wahres steckt (was ich mangels Fachkenntnissen schlicht und ergreifend nicht beurteilen kann), würde er sicher mehr Menschen erreicen, wenn er diese auch sachlich und faktenorientiert darlegen würde.
Aufgrund der oft wüsten Beschimpfungen, die er z.T. sogar denen entgegen bringt, die auch seiner Meinung sind, kann man ihn eigentlich nicht wirklich ernst nehmen.
Noch dazu hat das Wort "Scharlatanerie-Betrug" aufgrund seines fast schon inflationären Gebrauchs meines Erachtens an Wirkung und Aumerksamkeit verloren.

Anonym hat gesagt…

Heilung ist nicht immer eine wissenschaftlich-objekitivierbare Angelegenheit, sondern in den allermeisten Fällen auch eine sehr subjektive und persönliche.
Die Hochschulmedizin ist in erster Linie für Studenten und Wissenschaftler gedacht und erst in zweiter Linie für den Patienten.
Und hier wird es schwierig für die Hchschulmedizin: hat der Patient das Gefühl, nicht gesund zu sein, obwohl nach wissenschaftlichen Kriterien alles in Ordnung sein müßte, dann ist sie mit ihrem Latein am Ende - im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Wissen fehlt klinikärzten meist völlig, während der niedergelassene Praktiker hauptsächlich von diesem Wissen lebt - denn zu einem "erfolglosen" Therapeuten geht irgendwann keiner mehr.
Deshalb sollte sich die Medizin beider Komponenten bedienen - der alternativen Richtung und der wissenschaftlichen Disziplinen.
Mein Vater, der Prof. für Chirurgie ist, hat mal auf die Frage, was er denn nun für richtiger hält, geantwortet:"Wissen Sie, ich bin dabei ja nur das Werkzeug. Ich mache das, was die Wissenschaft mich gelehrt hat. Das mag aus meiner Sicht zufriedenstellend sein, aber wie es dem Patienten damit geht, kann ich nicht beurteilen.Deshalb hat auch die alternative Medizin ihre Berechtigung. Der Wurm muß dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!"
Was Herr Behrmann betreibt, ist unwissenschaftlich, unkollegial und hat mit ernsthafter Bekämpfung wirklicher Scharlatane NICHTS zu tun. Eine solche Plattform ist eher dazu geeignet, alle Vorurteilde der alternativen Szene gegen die Schulmedizin zu bestärken. Abgesehen davon ist der Faktor Scharlatan nicht vom Beruf Heilpraktiker oder Arzt abhängig, sondern von der ethischen Integrität der einzelnen Person. "Wer heilt hatrecht" bewährt sich tglich in der Praxis und ein kluger Mediziner tut gut daran, nicht immer alles wissenschaftlich erklären und begründen zu wollen. Denn dann wären 80% auch der schulmedizinischen Therapien obsolet.

Anonym hat gesagt…

Jetzt lasst doch den armen Kerl in Ruhe seinem Hobby fröhnen!
Nein, im Ernst: Ich begrüße durchaus fundierte Kritik an alternativen Heilmethoden oder der Anthroposophie, ich habe allerdings Probleme Kritik ernstzunehmen, die an nicht bibliographierten Zitaten die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind. Also linguistisch und auch ansonsten völlig unwissenschaftlich und eines "Arztes" nicht angemessen.

Claus Fritzsche hat gesagt…

Nur zur Erinnerung: Es geht hier um (Behrmann-) Lyrik. Diese steht außerhalb jeder Kritik und ist etwas für Genießer.

Und was die Alternativmedizin angeht, so geht es m. E. nicht um Kritik und Lob sondern um seriöse wissenschaftliche Evaluierung, wie sie z. B. von Mitgliedern der

Intern. Society for Complementary Medicine Research


(nicht jedoch von Herrn Behrmann und Kumpel Prof. Martin Lambeck) betrieben wird.

Anonym hat gesagt…

Wie lustig ^^ Ich finde ja, Herr Ralf Behrmann sollte mal wieder mit seinem kleinen Bruder, Herrn Dr. Frank Behrmann sprechen. Der ist nämlich ein Experte für Psychologie, Psychotherapie und Psychosomatik. Und wüsste sicher ein Mittelchen für seinen lieben Bruder...